Wussten Sie, dass dem Kleingärtner-Verein Krefeld-Ost
einmal 16 Gelände, so genannte "Kolonien" angehörten?


Vorsitzende des Vereins von 1920 bis heute

Daten der Vereinsgeschichte


Wussten Sie, dass dem Kleingärtner-Verein Krefeld-Ost
einmal 16 Gelände, so genannte "Kolonien" angehörten?

Hauptgelände Sprödental

1920

bis

heute

66

Gärten

Kampsche Wiese

1934

bis

1980

48

Gärten

Neue Ritterstraße

1939

bis

1969

25

Gärten

Vreed III

1948

bis

1965

14

Gärten

Hardenberg-/Ecke Sprödentalstraße

bis

1952

18

Gärten

Am Ostbahnhof

1933

bis

1953

10

Gärten

Brahmsstraße

1924

bis

1960

15

Gärten

Grenzstraße

1922

bis

1960

5

Gärten

Dießemer Bruch Nr. 19 bis 31

bis

1955

6

Gärten

Viktoriastraße/Ecke Viktoriaplatz

1932

bis

1937

7

Gärten

Blücherstraße/Ecke Viktoriastraße

1934

bis

1943

9

Gärten

Blücherstraße bis Hardenbergstraße

bis

1955

5

Gärten

Freiligrathstraße

bis

1955

17

Gärten

Oppumer Straße, südlich

1926

bis

1939

3

Gärten

    "

1951

bis

1953

3

Gärten

Oppumer Straße, (neben Haus-Nr. 122)

1941

bis

1950

5

Gärten

Untergath

1923

bis

1939

6

Gärten

Borsigstraße

1932

bis

1941

48

Gärten

 

Vorsitzende des Vereins von 1920 bis heute

1.

Oskar Türpitz

1920 bis 1937

16

Jahre

2.

Karl Burger

1937 bis 1946

9

Jahre

3.

Franz May

1946 bis 1949

4

Jahre

4.

August Wein

1949 bis 1955

6

Jahre

5.

Fritz Thinius

1955 bis 1965

10

Jahre

6.

Anton Scholten

1966 bis 1973

7

Jahre

7.

Helmut Drießen

1973 bis 1974

1

Jahr

8.

Heinz Bornemann

1974 bis 1980

6

Jahre

9.

Helmut Drießen

1980 bis 1989

9

Jahre

10.

Dieter Kohl

1989 bis 1990

1

Jahr

11.

Helmut Drießen

1990 bis 1996

5

Jahre

12.

Peter Rösch

1996 bis heute

 

Daten der Vereinsgeschichte

(Auszüge der Festschrift anlässlich des 75 jährigen Jubiläums 1995)

Text: Franz Matthias Leukers

Vorgeschichte

1804
Die ersten Gärtner auf Sprödental zur Bewirtschaftung einer mit Obstbäumen, Garten- und Feldfrüchten bestellten Oberfläche von ca. 3 Morgen, umgeben von fischreichen Weihern, einer ergiebigen Spargel-Kultur von 64 Ruthen und Wiesenland von fünf Viertel Morgen.

Oliver Josef Massot, Doktor der Rechte und Advokat bei dem unter napoleonischer Besetzung in Crefeld errichteten Bezirksgericht, erwarb 1804 das an der östlichen Grenze der früheren Herrlichkeit Crefeld gelegene große Gelände - Spröde Thal -‚ wo seit Jahrhunderten der Busch- oder Grenzgraben die moersische Exclave Crefeld von dem Kurkölner Gebiet trennte. In kurzer Leit gelang ihm, das Ödland durch Drainagen und Anlage von Gräben und Forellenteichen in ein Paradies zu verwandeln.

Um 1870
verschwand der Gartenbau wegen erneuter Versumpfung und Leere wie zuvor.

1874
allmähliche Trockenlegung des Sprödentalgeländes durch Bau einer städtischen Kanalisation zum Rhein.

Um 1910
siedelten vermutlich die ersten Kleingärtner auf dem südlichen Sprödentalgelände. Der amtliche Katalog der Gewerbe-, Industrie- und Kunst-Ausstellung für den Niederrhein.

1911
vom 24.5. bis 17. 7.1911 zu Crefeld auf dem Ausstellungsgelände Sprödental gibt allerdings hierzu keine Bestätigung; lediglich ist die Rede von der Anlegung von Muster-Schrebergärten innerhalb der Ausstellung.

1920
am 29.12. - gründeten 55 Kleingarten-Inhaber vom Osten Krefelds den "Gartenbau-Verein Krefeld-Ost" im Viktoria Restaurant auf der Uerdinger Straße. Oskar Türpitz (Florastraße 20) wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt. Die erste Mitgliederversammlung fand statt am 07. Januar 1921, vormittags 11.00 Uhr im obigen Vereins-Lokal - Niederrheinische Volkszeitung vom 31.12.1920, Abendausgabe.

am 1 7.6. - Einrichtung eines städtischen Kleingarten- und Pachteinigungsamtes.

Juli/August: Vorläufige Geschäftsstelle des 1919 gegründeten Kreisverbandes Krefeld-Kempen der Gartenbauvereine e.V. im Hotel Burghof, Crefeld, Westwall 66 (auch Vereinslokal des GBV Krefeld-Mitte).

1921
Protest der Kleingartenbesitzer am Sprödental im Januar gegen den seitens der Stadt beabsichtigten Bau einer Radrennbahn und Kündigung von Gartenpächtern.

Erben Fritz Leendartz, Kommerzienrat und Erben Robert Wirichs, beide Krefeld, verpachteten zusammen 21.750 m² als Gartenland an den GBV Krefeld Ost. Das Hauptgelände ging 1937 bzw. 1934 in den Besitz der Stadt Krefeld über.

1922
Erben Robert Wirichs, Krefeld, verpachteten 5.370 m² - Flur 13/2669-. Gelände war vorgesehen für die zweite Fahrbahn auf der Grenzstraße von Uerdinger Straße bis Oppumer Straße und wurde 1934 Eigentum der Stadt Krefeld. -

1923
Durch Anpachtung weiterer sog. "Kolonien" und Teilgelände verwaltete der Gartenbauverein bis 1948 eine Gartenfläche von 117.821 m² bei 318 Gärten (1939: 88.319 m² und 246 Gärten).

1924
Die Stadtverordneten Versammlung unter der Leitung des Oberbürgermeisters Dr. Johansen beschloss die Herrichtung des an der Uerdinger Straße gelegenen Sprödentalgeländes als Kirmes und Messeplatz; der südliche Teil wird als Gartenland und Sportplatz genutzt.

1925
5jähriges Stiftungsfest mit feierlicher Bannerweihe im Saale W. Schäfer, Uerdinger Straße 396. Interne Sterbekasse, sog. Grabehilfe, eingerichtet.

1926
Im Rahmen der fachlichen Schulung der Mitglieder u.a.: Besichtigungsfahrten 1936 zu den Rebenanlagen in Korschenbroich, zu den Gartenanlagen auf Schloss Dyk und Knechtsteden, Rosenschau in Mönchengladbach, Gruga, Essen.

1928
25.06.: GBV Ost betätigt sich als Kreditinstitut, in dem sie einen Schuldschein über 500 RM für GBV Nord ausstellen.

1929
Durch die Hinzupachtung weiterer Flächen/Kolonien in den 20er Jahren stieg die Mitgliederzahl auf rund. 200.

1931
09.12.: Anerkennung des GBV Krefeld Ost in Krefeld-Uerdingen als gemeinnütziges Unternehmen zur Förderung des Kleingartenwesens durch den Regierungspräsidenten in Düsseldorf.

1933
30.01 Machtübernahme durch die NSDAP in Deutschland.

29.11.: Antrag des 1. Vorsitzenden Oskar Türpitz an das Amtsgericht Krefeld auf Vereinsregister-Eintragung.

Mitgliederzahl: 250.

01.12.: Berufung Oskar Türpitz zum Vereinsführer gemäß § 6 Abs. 1 der neuen Satzung vom 26./28.11.1933 (einstimmige Annahme in der o.a. Hauptversammlung im Vereinslokal Dießemer Straße/Ecke Bahnstraße) durch den Stadtgruppenführer P. Plönissen.

1934
03.01.: Eintragung im Vereinsregister Nr. 296 beim Amtsgericht Krefeld bei gleichzeitiger Namensänderung von Gartenbauverein Krefeld-Ost in Kleingärtner-Verein Krefeld Ost im Reichsbund der Kleingärtner und Kleinsiedler Deutschlands e.V., Krefeld-Uerdingen a. Rh., Stadtteil Krefeld.

07.06.: Erneuerung der Gemeinnützigkeit des Vereins durch den Regierungspräsidenten in Düsseldorf.

1937
24.01.: Berufung Karl Burger zum Vereinsleiter.

1939
Mitgliederzahl: 315

1943
Flakzug mit 2 cm Vierlingsgeschützen auf Sprödental im Einsatz (1 Geschütz stand auf einem Flakturm Uerdinger Straße/Ecke Grenzstraße, 3 auf dem heutigen Bolzplatz entlang der Sprödentalstraße und 1 auf dem Mittelbau des Gymnasiums am Moltkeplatz).

1944
13.02.: Die Mitgliederzahl beträgt 230.

1945
08.05.: Ende des 2. Weltkrieges. Beseitigung von Bombentrichtern im Gartengelände Sprödental u.a. Kolonien.

1946
06.01.: Abwahl Karl Burger und Neuwahl Franz May zum 1. Vorsitzenden.

1947
11.01.: Gf. Fritz Dollbaum zum Ehrenmitglied ernannt und zum 1. Vorsitzenden des Kreisverbandes der Kleingärtner gewählt.

1948
10.000 m² wildes Gelände nach einjähriger harter Arbeit als Gartengelände in der VREED in Bockum nach Plänen des städtischen Gartenamtes gestaltet und für 14 Kleingärtner erschlossen.

30.07.: Plan über "Ausstellungsgelände und Volksgarten Sprödental" bei Fortfall der Kleingärten und Verlegung der Sportplätze.

1949
03. bis 05.09.: Gartenbau-Ausstellung in den Krefelder Ausstellungshallen (Eisstadion) anlässlich des 30jährigen Bestehens des Kreisverbandes Krefeld-Kempen der Gartenbauvereine e.V. unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Hermann Passen.

Von den 37 teilnehmenden Gartenbauvereinen erhielt Krefeld-Ost den 3. Ehrenpreis - Preis der Stadt Krefeld mit 560 Punkten.

09.10.: Wahl August Wein zum 1. Vorsitzenden.

Dipl. Obstbaumfachmann Martin Schnell zum Ehrenmitglied ernannt. (*19.05.1890 in Volzheim, Krs. Alzey gedient. als Obermatrosenartillerist vom 01.10.1908 bis 26.08.1911 in der 1. Comp. der Stammabt. der Mat.-Artl. Kiautschou-China)

1950
19.08.: Heimatabend unter Mitwirkung der Mundartdichter Willi Hermes und Theo Mülders.

23.12.: Erstmals seit Bestehen des Vereins eine weihnachtliche Feierstunde im Vereinslokal Haus Siebenmorgen.

1951
07.04.: 30jähriges Stiftungsfest (1920-1950) mit Festbankett in der Königsburg.

1953
Mitgliederzahl: 223

1954
21.02.: Fritz Dollbaum zum Ehrenkreisvorsitzenden ernannt.

1955
Jan.: Wahl Fritz Thinius zum 1. Vorsitzenden

1959
08.06.: Fertigstellung des Schulungs-Gemeinschaftsheims auf Sprödental.

1962
Mitgliederzahl: 160

1964 30.05.: 40jähriges Stiftungsfest, gefeiert im Haus Blumental, Moerser Straße

1966 31.01.: Wahl Anton Scholten zum 1. Vorsitzenden; Mitgliederzahl: 158

1969 10.04.: Aufgabe des Geländes "Neue Ritterstraße"

1973 Jan.: Wahl Helmut Drießen zum 1. Vorsitzenden.

Stadtjubiläum 600 Jahre Stadt Krefeld (Stadterhebung durch Kaiser Karl IV (-Luxemburger -) am 01. Oktober 1373

24.08-09.09,: Freizeit-Festival mit Ausstellung auf dem Sprödentalplatz.

Aufgrund eines Kleingartenwettbewerbs Verleihung des 3. Preises in Gruppe A (Altgelände) an den Kleingärtnerverein Krefeld-Ost e.V. am 08. 09, 20.00 Uhr, während des Bunten Abends der Krefelder Kleingärtner, Festhalle 10.

Erneuerung der äußeren Stromversorgung auf Sprödental.

1974
23.01.: Wahl Heinz Bornemann zum 1. Vorsitzenden

1979
Verlegung der Wasserleitung auf Sprödental

1980
01.01.: Abspaltung der letzten Kolonie "Kampsche Wiese" vom Verein zwecks Verselbständigung.

04.08.: Wahl Helmut Drießen zum 1 Vorsitzenden

1981
11./12.07.: 60jähriges Stiftungsfest im Vereinsheim

1985
03.09.-25.10.: Umbau des Vereinsheims

1987 Aug. - Nov.: Umbau des Toilettentrakts

1988
13.05.: Umbenennung des sog. "Schwarzen Weges" in Sprödentalweg (Beschluss des Rates der Stadt vom 25.08.1987)

1989
17.03: Wahl Dieter Kohl zum 1. Vorsitzenden

29.04.: Steintransport vom ehem. Flupi-Bundeswehr-Gelände im Hafen zum Sprödental

24.06.: Steinverlegung auf dem Hauptweg (nördliche Seite)

1990
März: Wahl Helmut Drießen zum 1. Vorsitzenden Mai: Pflasterarbeiten Hauptweg (südliche Seite und am Vereinsheim) 07.-09. 09.: Teilnahme einer Gruppe von Gartenfreunden am Heimat- und Volksschützenfest der Schützengesellschaft Krefeld-Ost e.V. 1890

1991
30.08.-08.09.: Rheinische Landesausstellung auf Sprödental. (Vertretung des Stadtverbandes der Kleingärtner e.V. in Halle 18)

1992
II. Quartal -Vergrößerung der Vereinsanlage durch Hinzunahme des Gartens Kurt Grundmann.

21.07.: Einsatz des Kampfmittelräumdienstes des Regierungspräsidenten Düsseldorf im Gartengelände und auf dem Sportplatz.

1993
Mitgliederzahl: 68 Aktive und 26 Passive; Geländefläche insgesamt: 25.170 m²

Aug./Sept.: 8. Rheinische Landesausstellung auf Sprödental. Dienst auf dem Stand des Stadtverbandes der Kleingärtner e. V.

Dez.: Befestigung des Sprödentalweges im Rahmen des Radwegeplans der Stadt (Stadtmitte über Dießem entlang Gartengelände und Grotenburgstadion bis Linn).

1994
Aug./Sep.: Kinderfest mit Karussell auf der Vereinswiese Standdienst auf der Rheinischen Landesausstellung Sprödentalplatz.

1995
75 Jahre Kleingärtner-Verein Krefeld-Ost e. V.